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Wie kann man Fenster abdichten (Zugluft)? 

Jedes Jahr droht Ihrem Zuhause die gleiche Unannehmlichkeit: Die kalte Jahreszeit ist da und dadurch zieht kühle Luft von draußen ins Haus. So geht Wärme nach außen verloren und das Innere der Wohnung/ des Hauses ist Zugluft und Nässe ausgesetzt. Durch die Feuchtigkeit kann sich am Fensterrahmen Schimmel bilden und der Wärmeverlust erhöht Ihre Heizkosten. Ein undichtes Fenster sorgt ebenfalls dafür, dass Sie in Ihrem Wohnraum mehr Lärm als notwendig ausgesetzt sind.

 

Müssen Sie nun Ihr Fenster deshalb austauschen? Nein! Oft reicht es auch aus, dieses vernünftig abzudichten. Wenn Sie nun beispielsweise bodentiefe Fenster abdichten wollen, oder aber auch Fenster anderer Art, hilft Ihnen unser Ratgeber. 

Dies müssen vor dem Abdichten Ihrer Fenster beachten 

1. Schließen Sie Ihre Türen und Fenster, um herauszufinden, woher das Problem kommt. Zünden Sie eine Kerze oder ein Feuerzeug in der Nähe eines Fensters an. Halten Sie es etwa zehn Sekunden lang dicht an ein vermeintlich undichtes Fenster und beobachten Sie, wie sich die Flamme/der Rauch verhält. 

Prüfen Sie die Dichtungen, um festzustellen, ob sie porös sind oder sich lösen. Untersuchen Sie auch den Glasrahmen. Die Fensterdichtung, mit der das Glas am Rahmen befestigt ist, kann sich sowohl innen als auch außen zusammenziehen.

Wenn dies der Fall ist, kann die Dichtung alt, porös und brüchig geworden sein. Es kann aber sogar der Fall sein, dass ein Riss im Gummi oder im Rahmen entstanden ist oder aber der Fensterflügel schließt nicht mehr sicher. Um verzogene Flügel in historischen Gebäuden zu reparieren, sind Schreiner gefragt. Bei modernen Fenstern ist es bereits von Vorteil, wenn die Beschläge geölt und eingestellt werden. 

Selbstklebendes Dichtungsband ist eine schnelle und einfache Möglichkeit, Holz- oder Aluminiumfenster abzudichten. Günstige Schaumstoffdichtungen können dafür verwendet werden, Spalten im Rahmen abzudichten. Jedoch sollten Sie sich im Klaren sein, dass Sie hier nicht die ganz große Qualität erwarten dürfen, und die Schaumstoffdichtungen nach einiger Zeit wieder ersetzt werden müssen. Allerdings müssen Sie beachten, dass Sie auf vorgefertigte Gummidichtungen an Fenstern keinesfalls weitere Dichtungen aufkleben dürfen. 

Messen Sie dann die Stoßkanten genau aus und bringen Sie Klebebänder an, um Ihre Fenster wieder dampfdiffusionsdicht zu machen. Denn wenn sie erst einmal mit Feuchtigkeit durchtränkt sind, ist Schimmelbildung sehr wahrscheinlich; wenn sie aber zu dicht sind, bildet sich Kondenswasser auf diesen Oberflächen, was dazu führt, dass sie anfangen zu "schwitzen". Daher sollten Sie darauf achten, dass das Fenster innen dichter ist als außen. 

 

Bodentiefe Fenster und klassische Fenster abdichten: So gehen Sie vor 

Stellen Sie sicher, dass Sie folgendes Werkzeug haben: 

  • Spachtel 

  • Teppichmesser 

  • Kreppband 
  • Wasser und Spülmittel 
  • Dichtmittelentferner

  • Kartuschenpistole mit Dichtungsmasse

  • Graphit- oder Silikonspray

  • Fugenglätter

In einem ersten Schritt muss die alte Dichtungsmasse vollständig von den Fensterfugen entfernt werden. Verwenden Sie dazu am besten ein Teppichmesser. Mit einem Spachtel beseitigen Sie alle Farb- und Klebstoffspuren. Verwenden Sie zusätzlich einen Dichtstoffentferner, um alle Reste zu beseitigen.  

Die Stellen, an denen die Versiegelung angebracht werden soll, sollten nach dem Entfernen der vorherigen Masse sorgfältig mit Wasser und Waschmittel gereinigt werden. Auf diese Weise wird die Haltbarkeit der Versiegelung gewährleistet. Der Arbeitsbereich muss trocknen, bevor mit dem nächsten Schritt begonnen wird. 

Sobald alles sauber und trocken ist, setzen Sie die Kartusche mit Dichtungsmasse in die Kartuschenpistole ein. Bevor Sie die Dichtmasse auftragen, können Sie den Bereich mit Klebeband abdecken, wenn Sie besonders vorsichtig sein wollen. Tragen Sie die frische Dichtmasse in einem Winkel von 30 bis 45 Grad entlang des Fensterfalzes auf das Fenster auf, damit Regen und Feuchtigkeit gut ablaufen können und nicht auf der Dichtmasse stehen bleiben (wenn Sie die Außenseite des Fensters abdichten). Achten Sie darauf, dass Sie gleichmäßig Druck ausüben und eine gerade Linie ziehen. 

Nach dem Auftragen der neuen Dichtmasse muss die Fuge geglättet werden. Verwenden Sie dazu einen Fugenglätter. Alternativ können Sie auch einen nassen Lappen oder Ihre angefeuchteten Fingerspitzen verwenden. 

Um zu verhindern, dass das Silikon oder Acryl am Fenster kleben bleibt, fügen Sie zunächst etwas Speiseöl in die neue Verbindung ein. Setzen Sie danach eine Folie auf und schließen daraufhin das Fenster. Die Dichtung wird sich daraufhin an das Fenster anpassen. 

Lassen Sie die neue Dichtungsmasse mindestens drei Stunden trocknen. Daraufhin können Sie das Fenster nun öffnen und die Folie entfernen. Sollte herausgequollene Dichtmasse auftauchen, können Sie diese mit einem Teppichmesser ganz einfach abschneiden. 


Fenster abdichten außen vs. Fenster abdichten innen: die Unterschiede 

Häufig wird vergessen, dass ein Fenster auf beiden Seiten abgedichtet werden muss. Ob Fenster abdichten außen oder Fenster abdichten innen – hier erfahren Sie den kleinen Unterschied. 

Auf der Innenseite benötigen Sie eine Dichtungsmasse, um undichte Stellen am Fenster luftdicht zu verschließen. Auf der Außenseite benötigen Sie eine dampfdiffusionsoffene Dichtungsmasse. Um Schlagregendichtheit zu erreichen, müssen zusätzliche Dichtstoffe zwischen Fenster und Baukörper eingesetzt werden. Die innere Abdichtung kann bei älteren Konstruktionen mit dauerelastischem Material oder mit dampfdichter Folie erfolgen. 

Wie lassen sich Holzfenster abdichten (Zugluft)? 

Wenn sie regelmäßig und korrekt gewartet werden, haben Holzfenster eine lange Lebensdauer. Doppelkastenfenster, die einen inneren und einen äußeren Fensterflügel haben, müssen häufig gestrichen und die Fugen mit "Fensterkitt" (einem Kleber oder Dichtungsmittel) ausgefüllt werden. 

Es handelt sich dabei um eine Abdichtung zwischen dem Fensterrahmen und dem Glas. Da die Dichtungen, die das Fenster mit dem Rahmen verbinden, mit der Zeit stark schrumpfen, müssen sie ersetzt werden. 

Unterschiedliche Dichtungsmaterialien möglich 

Es gibt spezielle Silikondichtungen, die das Eindringen von Feuchtigkeit zwischen den Fensterflügeln verhindern. Eingeklebte Dichtungen sind nicht ratsam, wenn Ihre Holzfenster gestrichen wurden, da die Oberfläche leicht uneben sein kann. 

Acrylmasse ist ideal für antike Holzfenster, die mehrere Anstriche erhalten haben. Mit der Kartuschenpistole können Sie diese in den sorgfältig gereinigten Fensterfalz eindrücken. Mit diesen Tipps gelingt das Holzfenster abdichten in der Regel leicht. 

 

Bodentiefe Fenster abdichten mit Dichtungsband  

Bodentiefe Fenster, aber auch klassische Fenster, lassen sich wie oben erwähnt auch mit Dichtungsband abdichten. Dies ist die einfache Variante, die aber leider auch nicht allzu lange halten wird. Als Übergangslösung ist dies jedoch machbar. 

 

So bringen Sie das Dichtungsband an 

Zum Abdichten von Aluminium- oder Holzfenstern können Sie schaumbeschichtetes selbstklebendes Dichtungsband verwenden. Reinigen Sie zunächst den Rahmen und die Stellen, an denen das Band angebracht werden soll. Entfernen Sie nun die Schutzschicht des selbstklebenden Dichtungsbandes und kleben Sie es auf den Fensterrahmen. Schneiden Sie mit Hilfe einer Schere ein kleines Dreieck in die Ecke des Fensterdichtbandes. 

In der Mitte des Dichtungsbandes sollten zwei kleine, zusammenlaufende Schnitte gemacht werden, wo es die Fensterecke umschließt (kleines Dreieck). So lässt sich das Dichtungsband leicht in die Ecke drücken. Nachdem Sie das Dichtungsband einmal um das Fenster angebracht haben, schneiden Sie die restliche Länge ab. So haben Sie schnell ein Dichtungsband zum Abdichten Ihres Fensters verwendet.