Wenn die Zarge das Problem ist und nicht das Band
Das ist der Punkt, den die meisten Anleitungen auslassen, und bei einer nach außen öffnenden Tür ist er besonders relevant.
In unserer Montageanleitung steht die Reihenfolge ausdrücklich so: Türplatte einhängen, Tür vorsichtig schließen, und dann die Zarge in der Schließseite nach innen oder außen justieren, damit die Gummileiste oben und unten gleichzeitig gegen die Zarge läuft.
Die Zarge selbst ist also ein Einstellelement, nicht nur ein fester Rahmen. Wenn eine Tür von Anfang an schief geschlossen hat, liegt es oft daran, dass dieser Schritt beim Einbau übersprungen wurde.
Voraussetzung dafür ist eine korrekte Unterstützung hinter allen Scharnieren und hinter dem Schließblech. Fehlt sie, wandert die Zarge unter Belastung zurück, und jede Justierung hält nur ein paar Monate. Bei Aluschwellen darf der Abstand zwischen den Unterstützungen höchstens 200 mm betragen.
Schmieren gehört dazu, und es ist Garantiebedingung
Mindestens einmal jährlich müssen alle beweglichen Teile an Scharnieren, Riegel- und Schlossbeschlägen geschmiert werden. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Voraussetzung dafür, dass die Garantie erhalten bleibt.
Für reine Metallverbindungen verwenden Sie säurefreies Öl. Für bewegliche Verbindungen zwischen Metall und Kunststoff nehmen Sie ein spezielles Gleitmittel oder alternativ Stearin. Gleitschienen halten Sie frei von Öl und Schmutz, und sie dürfen nicht überlackiert werden.
Wenn Sie in Küstennähe wohnen, reicht einmal jährlich nicht. Dort müssen die Intervalle wesentlich kürzer sein, und bei extremer Exponierung kann es nötig sein, ausgesetzte Beschläge nach einigen Jahren auszutauschen.
Eine schwergängige Tür ist überraschend oft nur eine trockene Tür. Schmieren Sie zuerst, justieren Sie danach. Es kommt vor, dass sich der zweite Schritt damit erledigt hat.