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Richtig lüften: so sorgen Sie für gesunde Raumluft

Richtig lüften klingt banal, ist aber eine der wirksamsten und zugleich am häufigsten falsch gemachten Maßnahmen für ein gesundes Raumklima.

Wer richtig lüftet, senkt die Luftfeuchtigkeit, beugt Schimmel vor und spart zugleich Energie.

Was die beste Methode ist, wie oft und wie lange Sie lüften sollten und was im Winter und Sommer zu beachten ist, erfahren Sie hier, kompakt und alltagstauglich.

Auf dieser Seite erklären wir, wie Sie richtig lüften, warum Stoßlüften besser ist als Kippen und wie Sie damit Feuchtigkeit und Schimmel vermeiden.

KURZE ANTWORT

Richtig lüften heißt vor allem: stoßlüften statt kippen. Öffnen Sie die Fenster mehrmals täglich für einige Minuten ganz, statt sie dauerhaft zu kippen.


Noch wirksamer ist das Querlüften, bei dem Sie gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen, sodass ein Durchzug entsteht und die Luft in kürzester Zeit ausgetauscht ist.

Im Winter genügen wegen des großen Temperaturunterschieds kürzere Lüftungszeiten; drehen Sie dabei die Heizung herunter.

So tauschen Sie verbrauchte, feuchte Luft gegen frische, ohne die Wände auszukühlen, und beugen Feuchtigkeit und Schimmel vor. Ein dauerhaft gekipptes Fenster ist dagegen die ungünstigste Lösung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stoßlüften statt Kippen: Fenster mehrmals täglich kurz ganz öffnen.
  • Querlüften (gegenüberliegende Fenster) ist am wirksamsten.
  • Im Winter kürzer lüften und die Heizung dabei herunterdrehen.
  • So sinkt die Luftfeuchtigkeit, Schimmel wird vorgebeugt, Energie gespart.
  • Ein dauerhaft gekipptes Fenster ist die ungünstigste Lösung.

Warum richtiges Lüften so wichtig ist

Lüften erfüllt gleich mehrere Aufgaben auf einmal, die für ein gesundes Zuhause entscheidend sind. Es geht um mehr als nur frische Luft.

Beim Lüften tauschen Sie verbrauchte, feuchte und mit Schadstoffen oder Gerüchen belastete Raumluft gegen frische Außenluft. Vor allem senken Sie damit die Luftfeuchtigkeit, die im Alltag durch Kochen, Duschen, Wäsche und die Bewohner ständig steigt.

Das ist der Schlüssel zur Vorbeugung von Kondenswasser und Schimmel: Bleibt die feuchte Luft im Raum, schlägt sie sich an kalten Flächen nieder. Richtiges Lüften führt sie nach draußen, bevor das passiert. Gut gedämmte, dichte Fenster machen bewusstes Lüften dabei umso wichtiger.

Stoßlüften statt kippen

Die wichtigste Regel beim Lüften betrifft die Methode. Hier machen viele unbewusst das Ungünstigste, nämlich das Dauerkippen.


Ein dauerhaft gekipptes Fenster tauscht nur wenig Luft aus, lässt aber über lange Zeit Wärme entweichen und kühlt vor allem die Laibung rund ums Fenster aus, was Schimmel begünstigt. Besser ist das Stoßlüften: das Fenster für einige Minuten ganz öffnen, sodass die Luft schnell und vollständig ausgetauscht wird, während Wände und Möbel kaum auskühlen.

Der Unterschied ist groß: Stoßlüften bringt in kurzer Zeit viel frische Luft bei geringem Wärmeverlust, Dauerkippen wenig Luft bei hohem Wärmeverlust. Allein diese Umstellung verbessert das Raumklima oft deutlich.

Querlüften: die wirksamste Methode

Wenn Sie das Lüften noch effizienter machen möchten, ist das Querlüften die beste Wahl. Es nutzt den Durchzug für einen besonders schnellen Luftaustausch.


Beim Querlüften öffnen Sie gegenüberliegende Fenster, idealerweise auch Innentüren, gleichzeitig. Dadurch entsteht ein Durchzug, der die gesamte Raum- oder Wohnungsluft in wenigen Minuten austauscht, deutlich schneller als das Lüften an nur einem Fenster.

Gerade im Winter ist das ideal: Der Luftaustausch ist so schnell abgeschlossen, dass kaum Wärme verloren geht, weil Wände und Möbel in der kurzen Zeit nicht auskühlen. Wo immer möglich, ist Querlüften daher die erste Wahl.

Lüften im Winter und im Sommer

Die richtige Lüftung unterscheidet sich je nach Jahreszeit, weil der Temperaturunterschied zwischen innen und außen verschieden groß ist. Das beeinflusst Dauer und Zeitpunkt.


Im Winter ist der Unterschied groß, daher genügt kurzes Stoßlüften für einen vollständigen Luftaustausch; drehen Sie dabei die Heizung herunter und lüften Sie lieber mehrmals kurz als einmal lang.

Im Sommer dürfen die Fenster länger offen bleiben; lüften Sie bei Hitze am besten früh morgens und nachts, wenn es draußen kühl ist, und halten Sie tagsüber geschlossen.

Eine einfache Faustregel: mehrmals täglich lüften, im Winter kürzer, im Sommer länger und zur kühleren Tageszeit.

Besonders wichtig ist das Lüften morgens nach dem Aufstehen und nach feuchten Tätigkeiten wie Kochen oder Duschen.

Praktische Tipps für den Alltag

Zum Abschluss einige einfache Gewohnheiten, mit denen richtiges Lüften zur Routine wird, ohne dass Sie ständig darüber nachdenken müssen.

  • Morgens nach dem Aufstehen das Schlafzimmer stoßlüften.
  • Nach dem Duschen und Kochen gezielt lüften und die Tür dabei geschlossen halten.
  • Im Winter die Heizung beim Lüften kurz herunterdrehen.
  • Feuchtequellen wie Wäschetrocknen in Wohnräumen vermeiden.
  • Ein Hygrometer hilft, die Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten.

Mit diesen Gewohnheiten halten Sie die Luftfeuchtigkeit im angenehmen Bereich, beugen Schimmel vor und sorgen für ein gesundes, behagliches Raumklima. Mehr zum Zusammenhang lesen Sie in unseren Ratgebern zu Kondenswasser und Schimmel am Fenster.