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Montage – neue Fenster einbauen

Ein Fenster wird eingebaut, indem die Zarge 3 bis 5 cm hinter der Vorderkante der Mauer eingesetzt, mit Keilen gleichmäßig ausgerichtet und mit Rahmenschrauben befestigt wird. Der Abstand zwischen zwei Befestigungspunkten darf höchstens 800 mm betragen. Anschließend wird die Fuge locker ausgestopft und außen diffusionsoffen verfugt.

Die Zahlen in dieser Anleitung stammen aus unserer eigenen Gebrauchsanleitung. Wir schreiben sie hierher, weil Einbaufehler die häufigste Ursache für Funktionsprobleme sind und weil Probleme, die auf fehlerhafte Montage zurückzuführen sind, nicht der Garantie unterliegen.

Lesen Sie besonders den Abschnitt zu Holz/Alu-Elementen. Dort gibt es zwei Regeln, die anders lauten als bei Holz oder Kunststoff, und beide werden regelmäßig übersehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zarge 3 bis 5 cm hinter der Mauervorderkante einsetzen.
  • Höchstens 800 mm zwischen zwei Befestigungspunkten.
  • Die Fuge nicht zu fest ausstopfen, sonst krümmt sich die Zarge.
  • Bei Holz/Alu niemals Kalk- oder Zementmörtel verwenden.
  • Bei Holz/Alu die Fuge immer auf das Holzteil legen, nie auf das Aluprofil.

Schritt 1: Fenster-Montage vorbereiten

Eine gute Vorbereitung ist bei der Montage von Fenstern alles. Bevor Sie mit dem Einbau beginnen können, sollten Sie an Folgendes denken: 

  • Legen Sie alle für den Montage-Prozess benötigten Materialien und Werkzeuge bereit und in Griffweite. 

  • Legen Sie passende Kleidung an, denken Sie auch an Handschuhe und Schutzbrille. 

  • Arbeiten Sie am besten zu zweit, so geht alles schneller und präziser. 

  • Nehmen Sie sich Zeit für die Ausführung der einzelnen Montage-Schritte, so stellen Sie ein gutes Endergebnis sicher. 

Schritt 2: Vorbereitungen der Mauerlaibung und Sicherheit

Nun machen einige allgemeine Vorbereitungen Sinn, durch die Sie überprüfen, dass auch die Rahmenbedingungen für den Austausch Ihrer Fenster stimmen: 


Maße 

Überprüfen Sie nochmals die korrekten Abmessungen der Wandöffnung, in die Sie Ihr neues Fenster einbauen möchten. Passen die Maße der Mauerlaibung zu denen des neuen Fensters? 

Laibung ausbesser 

Beim Ausbau des alten Fensters kann es passieren, dass grobe Unebenheiten und Ungleichmäßigkeiten am Rand der Laibung zurückbleiben oder sich das Mauerwerk etwas ablöst. Bessern Sie diese Abnutzungen also vor dem Einbau der neuen Fenster aus und tragen Sie, falls erforderlich, Putz auf, um für eine ebene Oberfläche zu sorgen. 

Ist die Laibung unversehrt, stellen Sie dennoch sicher, dass sie diese vor Beginn der Fenstermontage von Staub und Verschmutzungen reinigen. 

Ihre Sicherheit 

Sorgen Sie für Ihre eigene Sicherheit und legen Sie hierfür Handschuhe und Schutzbrille an. Ihre Hände schützen Sie so vor Verletzungen durch spitze oder scharfkantige Holzteile. Die Schutzbrille schützt Ihre Augen vor möglicherweise umherfliegenden Materialstückchen und auch vor Staub während des Fenstereinbaus.  

Schritt 3: Neues Fenster vorbereiten

  • Bevor Sie das neue Fenster verbauen, macht es Sinn, die auf dem Rahmen befindlichen Schutzfolien zu entfernen. Diese lassen sich ansonsten im Nachhinein schlechter abziehen. Die Schutzfolien auf allen sonstigen Teilen des Fensters verbleiben am besten bis nach der Montage auf dem Fenster. Sie dienen diesem auch während des Einbaus als Schutz. 

  • Schrauben Sie als allererstes den Fenstergriff an den Flügel Ihres neuen Fensters, damit sie dieses anschließend öffnen können.  
  • Entfernen Sie nun den oberen Sicherungsstift, indem Sie diesen mit einem Schlitzschraubendreher nach unten drücken. Bringen Sie den Griff in Öffnungsposition und klappen Sie den Flügel auf. 

  • Im Anschluss spritzen Sie Silikonmasse in die seitlichen Rahmenfugen, um Ihr neues Fenster gegen Wind und Wetter zu schützen. 

  • Um alle Ebenen des Rahmens gegen Witterungsbedingungen abzudichten, bringen Sie entsprechende Dichtungsbänder bzw. -folien am Fensterrahmen an. Dabei wird zwischen innerer, mittlerer und äußerer Ebene und Abdichtung unterschieden und jeweils verschiedenes Dichtungsband bzw. anderes Material beim Fenstereinbau verwendet. 

  • Im Falle vorhandener Führungsschienen: Richten Sie die Schiene am Rahmen aus und fixieren die korrekte Position, bevor Sie die Schiene schließlich fest verbohren.  

4. Schritt: Montage und Ausrichtung des Rahmens

Ist Ihr neues Fenster korrekt vorbereitet, können Sie im nächsten Schritt den Rahmen in die Mauerlaibung einsetzen. Hierfür sind eine Wasserwaage (und außerdem eventuell Unterlegscheiben) erforderlich. 

 

  • Um den Rahmen in der Mauerlaibung zu stabilisieren und abzudichten, benötigen Sie Fensterdichtungen. Die Dichtungen befestigen Sie am Rahmen und setzen diesen anschließend in die Wandöffnung ein.  

  • Um den Rahmen in korrekt auszurichten, überprüfen Sie dessen Position mit Hilfe einer Wasserwaage. Falls Unebenheiten ausgeglichen werden müssen und um den Rahmen vorübergehend zu fixieren, können Sie Unterlegscheiben oder Montagekeile verwenden. Die exakte Ausrichtung des Rahmens ist wichtig, um einen späteren optimalen Schluss des Fensters zu gewährleisten. 

5. Fensterrahmen fixieren

Damit das Fenster sicher in der Mauerlaibung sitzt, muss der Rahmen fest mit dem Mauerwerk verbunden werden.  

 

  • Bevor Sie den Rahmen in der Wand fixieren, bohren Sie die Löcher im Mauerwerk vor. Beachten Sie dabei, dass das Mauerwerk, je nach Gebäudeart und -alter, unterschiedlich beschaffen sein kann. Ist das Mauerwerk brüchig, können Sie mit einem Rahmendübel vorsorgen, sodass die Wand stabiler bleibt. 

  • Drehen Sie nun die Schrauben mit Hilfe einer Bohrmaschine durch den Rahmen in die Wand, um Rahmen und Mauerwerk fest miteinander zu verbinden.  

 

Ausfüllen mit Montageschaum und Abdichtung 

  • Anschließend schäumen Sie die Zwischenräume (zwischen Mauer und Rahmen) aus, damit eine effektive Dämmung sichergestellt wird. Verwenden Sie dabei den Schaum vorsichtig und beachten Sie, dass dieser sein Volumen noch vergrößert. 

  • Haben Sie zuvor ein Dichtband ans Mauerwerk angebracht, warten Sie vorm Aufbringen des Montageschaums, bis das Dichtband sich ausgedehnt hat. Ist dieses aufgegangen, können Sie die Menge des benötigten Bauschaums absehen. 

  • Um die angrenzende Wand und den Fensterrahmen vor Verschmutzung mit Montageschaum zu schützen, können Sie die Ränder mit Klebeband abkleben. Entfernen Sie dieses erst, wenn der Bauschaum vollständig fest geworden ist.  
  •  

Vor dem Einbau: Wareneingang prüfen

Das klingt nach Formalität und ist es nicht. Kontrollieren Sie bei Empfang, dass die Elemente mit der Auftragsbestätigung übereinstimmen und mängelfrei sind.

Eventuelle Versandschäden notieren Sie auf dem Lieferschein des Fahrers. Bei Schäden oder Mängeln füllen Sie spätestens 24 Stunden nach der Lieferung ein Serviceformular aus.

Und der Satz, der teuer werden kann: wird die Ware mit sichtbaren Schäden oder Mängeln oder unvollständig eingebaut, gilt sie als akzeptiert, und das Reklamationsrecht erlischt. Prüfen Sie also vor dem Einbau, nicht danach.

Zur Lagerung: eben, geschützt gegen Feuchtigkeit und Verschmutzung, gegen Windstöße gesichert. Wenn Elemente länger als zwei Monate unter einer Abdeckung stehen, kann das Probleme am Glas und am Element selbst verursachen.

Beim Heben gilt: Elemente unter 30 kg können an der oberen Zarge angehoben werden, an den Sprossen sollte nicht gehoben werden. Türen mit Aluschwellen dürfen nicht mit der Sackkarre bewegt werden, wenn keine Latte oder Sperrholzplatte zwischen Schwelle und Hubwagen liegt.

Fenster einbauen: die fünf Schritte

  1. Alte Fenster ausbauen und die Maueröffnung säubern, sodass keine Reste von Fugenmasse zurückbleiben. Eine Anleitung dazu finden Sie unter Fenster ausbauen.
  2. Zarge ca. 3 bis 5 cm von der Vorderkante der Mauer in die Öffnung einsetzen. Mit Keilen befestigen, sodass der Abstand zwischen Zarge und Mauer überall gleichmäßig ist. Die Bodenzarge muss genau waagerecht sein. Keile so justieren, dass der Abstand zwischen Zarge und Rahmen gleichmäßig wird. Zarge in den oberen Ecken mit Rahmenschrauben in der Mauer verschrauben, danach den Rahmen anbringen.
  3. Zarge fest in der Mauer verschrauben. Die Rahmenschrauben dicht an den Unterstützungen platzieren.
  4. Fuge außen mit Isolierungsmaterial ausstopfen. Nicht zu fest, damit sich die Zarge nicht biegt. Endstopp so in die Fuge drücken, dass er ca. 1 cm von der Vorderkante der Fensterzarge liegt. Bei Holz/Alu-Elementen ca. 2 cm.
  5. Außen mit einer diffusionsoffenen Fuge verfugen.

Wenn das Fenster eingebaut ist, säubern Sie Beschläge, Dichtungsleisten und alle Falze. Prüfen Sie, dass alle öffnenden Elemente korrekt justiert sind, und reparieren Sie eventuelle Schäden in der Oberflächenbehandlung.

Die erste Reinigung nach dem Einbau muss immer mit sehr viel Wasser erfolgen.

Danach justieren. Eine Anleitung finden Sie unter Fenster einstellen.

Befestigung: die Maße, die zählen

Der Abstand zwischen zwei Befestigungspunkten darf höchstens 800 mm betragen. Das ist die wichtigste Einzelzahl beim Einbau.

Es gibt Ausnahmen nach Elementgröße. Bei Elementhöhen unter 1000 mm kann die mittlere Befestigung in der Seitenzarge ausgelassen werden. Bei Elementbreiten unter 1000 mm kann die Befestigung im unteren und oberen Rahmen ausgelassen werden. Bei mehrfeldrigen Elementen brauchen die senkrechten Pfosten eine dauerhafte Unterstützung.

Die Befestigung erfolgt so weit wie möglich im Zargenfalz. Rahmenschrauben und Dübel werden normalerweise dort platziert, bei festen Zargen können Rahmenschrauben auch in der Zarge angebracht werden.

Bei einer Widerlagermauer muss mit Spezialbeschlägen befestigt werden, die alle senkrechten und waagerechten Kräfte übertragen.

Unterstützung: Material und Größe

Die ergänzende Unterstützung und die feste Unterlage müssen groß genug sein, dass innen und außen Platz für Fugenmasse bleibt. Die Fläche sollte nicht kleiner als 25 cm² sein und aus druckfestem Material bestehen: wasserfestes Sperrholz, ölgehärtetes Masonit oder Wellpappe.

Zwei Stellen verdienen besondere Aufmerksamkeit:

Hinter dem Schließblech sollte immer eine ergänzende Unterstützung ausgeführt werden. Sie wirkt als passive Einbruchssicherung. Das ist der billigste Einbruchschutz überhaupt, und er kostet nichts außer einem Stück Sperrholz.

Unter Türschwellen in der Lauflinie. Bei Aluschwellen darf der Abstand zwischen den Unterstützungen höchstens 200 mm betragen.

Zwei Regeln, die nur für Holz/Alu gelten

Hier machen die meisten Monteure den Fehler, weil sie Holz/Alu wie Holz behandeln.

Erstens: niemals Kalk- oder Zementmörtel. Für Holz/Alu-Elemente ist das ausgeschlossen. Für die Holzteile des Elements und im Hinblick auf den Wärmeverbrauch ist es wichtig, dass die Fugen intakt bleiben, und Mörtel leistet das nicht.

Zweitens: die Fuge immer auf das Holzteil legen, nie auf das Aluprofil. Dadurch bleibt die Lüftung erhalten, und Feuchtigkeitsbildung zwischen Holz und Aluminium wird vermieden. Eine Fuge auf dem Aluprofil schließt den Zwischenraum ab, und was dort einmal an Feuchtigkeit steht, kommt nicht mehr heraus.

Beim Zusammenbau mehrerer Holz/Alu-Elemente muss außerdem mindestens 10 mm Abstand zwischen den Elementen bleiben. Bei reinen Holzelementen werden sie dagegen Seite an Seite zusammengeschraubt.

Und noch ein Maß für Hebeschiebetüren: im Oberrahmen darf keine feste Unterlage verwendet werden. Wegen möglicher Durchbiegung darüberliegender Bauteile sollten mindestens 10 mm Luft zwischen Oberrahmen und Bauteil bleiben, und am Oberrahmen darf nicht mit Mörtel gefugt werden.

Fugen richtig ausführen

Wenn Isolierungsmaterial eingestopft wird, darf die Fuge nicht zu fest verstopft werden. Zu festes Stopfen verursacht eine Krümmung der Rahmenteile, und ein gekrümmter Rahmen lässt sich nicht mehr justieren.

Das ist der häufigste Einbaufehler, den wir im Service sehen. Es fühlt sich richtig an, die Fuge gründlich zu füllen, und es ist falsch.

Für unsere Produkte können die von der Fugenbranche zugelassenen Fugenmassen verwendet werden.

Fugen sollten mindestens einmal jährlich inspiziert werden. Undichtheiten oder Schäden werden mit demselben Material ausgebessert wie dem vorhandenen. Bei größeren Schäden wird die ganze Fuge ausgetauscht.

Thermofenster: Montageklötze

Wenn Sie eine Scheibe selbst einsetzen, sind die Klötze nicht optional. Ihre Aufgabe ist, die Thermoscheibe zu tragen und zu fixieren, den Abstand zum Falz zu regulieren und den Rahmen zu versteifen. Sie dürfen Entwässerung und Lüftung nicht behindern.

Das Material muss formbeständig sein und keine Feuchtigkeit absorbieren. Klötze aus Kunststoff müssen eine Härte von 70 bis 95 IRHD haben. Die Breite muss der Scheibendicke plus der Dicke eines Montagebands entsprechen.

Klotztyp Aufgabe Maß
Tragklotz Trägt die Scheibe, überträgt Last auf den Falz 100 mm bei Scheiben unter 2 m², sonst 200 mm
Steuerklotz Sichert den Abstand Scheibenkante zu Falz Mindestens 50 mm von den Ecken
Stützklotz Sichert Beschlagfunktion und Zentrierung Mindestens 50 mm, ab 2 m² 100 mm


Tragklötze müssen immer verwendet werden. Der Abstand zu den Fensterecken muss immer größer als 50 mm sein, und der Mindestabstand zwischen Scheibe und Falz ist 4 mm.

Zwei Sonderfälle: bei schrägem Bodenfalz müssen die Klötze so geformt sein, dass das Glas auf einer horizontalen Unterlage ruht. Bei dreieckigen Fenstern dürfen die Tragklötze nicht einander gegenüber platziert werden.

Verwenden Sie keine Nägel oder Stifte, um Klötze zu halten, wenn dabei die Thermoscheibe beschädigt werden kann.