Warum entscheidet die Laibung über Wärmebrücken und Schimmel?
Der Übergang zwischen Rahmen und Mauerwerk ist die schwächste Stelle in der Gebäudehülle. Ist er undicht oder ungedämmt, kühlt die Laibungsfläche im Winter ab. An einer kalten Fläche kondensiert Luftfeuchtigkeit, und wo dauerhaft Feuchtigkeit steht, wächst Schimmel.
Deshalb wird die Fuge zwischen Rahmen und Laibung gedämmt, meist mit Mineralwolle oder Polystyrol, und anschließend luftdicht abgeschlossen. Der Anschluss muss außerdem Bewegung aufnehmen können, weil sich Rahmenmaterialien bei Temperaturwechsel ausdehnen und zusammenziehen.
Ein Punkt, der nach dem Fenstertausch oft überrascht: Neue Fenster sind dicht, alte waren es nicht. Die alte Bausubstanz wurde durch die undichten Fenster ständig unfreiwillig belüftet. Nach dem Austausch müssen Sie diese Lüftung selbst übernehmen. Wie das energiesparend geht, erklären wir unter richtig lüften.
In Deutschland gibt es keine eigene Norm, die sich ausschließlich mit Fensterlaibungen befasst. Maßgeblich sind die allgemeinen Regeln zum Wärmeschutz und zur Luftdichtheit des Bauteilanschlusses.