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Haustür aus Kunststoff

Eine Haustür aus Kunststoff besteht aus einem Mehrkammerprofil, dessen Hohlräume die Dämmung übernehmen. Sie braucht keine Pflege, kein Nachstreichen und ist die günstigste der drei Materialvarianten. Dafür lässt sich die Oberfläche später nicht mehr umlackieren: Die Farbe, die Sie wählen, bleibt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kunststoff braucht keinen Anstrich, dauerhaft.
  • Mehrkammerprofile dämmen über die Luftkammern.
  • Weiß ohne Aufpreis, weitere Farben gegen Aufpreis.
  • Holzoptik ist eine Folie, kein Holz.
  • Die Farbe lässt sich später nicht ändern.

Was ist eine Kunststoff-Haustür?

Eine Kunststoff-Haustür besteht aus einem Profil mit mehreren Hohlkammern, verstärkt durch einen Stahlkern. Die Luftkammern übernehmen die Dämmung, der Stahlkern die Stabilität. Die Oberfläche ist durchgefärbt oder foliert und braucht weder Anstrich noch Imprägnierung.

Der Aufbau erklärt beide Eigenschaften, die für Kunststoff sprechen. Er ist pflegefrei, weil nichts an der Oberfläche altert, was nachgearbeitet werden müsste. Und er dämmt gut, weil stehende Luft in den Kammern Wärme schlecht leitet.

Was spricht für Kunststoff?

  • Keine Pflege: kein Anstrich, kein Nachölen, nie.
  • Günstigster Preis der drei Materialvarianten.
  • Gute Dämmung durch die Luftkammern im Profil.
  • Unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Spritzwasser.
  • Farbe ist durchgefärbt oder foliert, sie blättert nicht ab.

Der Pflegepunkt ist der, der im Alltag zählt. Eine Holztür verlangt alle paar Jahre einen Anstrich und dazwischen einen jährlichen Blick auf die untere Kante. Bei Kunststoff entfällt das vollständig. Feucht abwischen genügt.

Und was spricht dagegen?

Drei Dinge, die Sie vorher wissen sollten.


Die Farbe ist endgültig. Eine Kunststofftür lässt sich nicht umlackieren. Streichen Sie die Fassade in zehn Jahren um, bleibt die Tür, wie sie ist. Bei Holz wäre das eine Wochenendaufgabe.

Die Oberfläche fühlt sich anders an. Kunststoff ist kühler beim Anfassen als Holz, und die Tür klingt anders, wenn sie ins Schloss fällt. Das ist kein Mangel, aber es ist der Grund, warum viele trotz höherem Preis bei Holz bleiben.

Dunkle Farben arbeiten mehr. Ein dunkles Profil in voller Südsonne dehnt sich stärker als ein weißes. Deshalb sind dunkle Ausführungen häufig foliert statt durchgefärbt, und deshalb lohnt bei einer freistehenden Südtür der Gedanke an Aluminium.

Ehrlich gesagt: Wenn Sie Wert auf Haptik legen oder sich vorstellen können, die Farbe später zu ändern, nehmen Sie Holz. Wenn Sie eine Tür wollen, um die Sie sich nie wieder kümmern müssen, ist Kunststoff genau richtig.

Ist eine Haustür in Holzoptik aus Holz?

Nein. Holzoptik bezeichnet eine Kunststoff- oder Aluminiumtür mit einer Dekorfolie, die Holzmaserung nachbildet. Das Material darunter bleibt Kunststoff. Sie bekommen damit das Aussehen von Holz ohne den Pflegeaufwand, aber auch ohne die Möglichkeit, die Oberfläche später zu ändern.


Die Folie liegt auf dem Profil und ist wetterfest. Bei starker, dauerhafter Sonneneinstrahlung altert sie anders als Lack auf Holz: Sie blättert nicht ab, kann über viele Jahre aber ausbleichen.

Wir nennen das Material beim Namen, statt Holzoptik als Holz zu verkaufen. Wollen Sie echtes Holz, finden Sie es unter Haustür aus Holz.

Wie gut dämmt eine Kunststoff-Haustür?

Die Dämmung entsteht in den Hohlkammern des Profils. Je mehr Kammern, desto mehr stehende Luftschichten, und stehende Luft leitet Wärme schlecht. Ein modernes Mehrkammerprofil kommt dadurch nah an das heran, was Holz von Natur aus mitbringt.


Entscheidend für das Ergebnis ist am Ende aber nicht das Profil allein. Hat die Tür einen Glasausschnitt, zählt die Verglasung mit. Und vor allem zählt der Einbau: Eine gut gedämmte Tür in einer schlecht ausgeschäumten Anschlussfuge verliert ihren Vorsprung sofort.

Sehen Sie hier unsere Terrassentüren.

Kunststoff oder Aluminium?

Kunststoff ist die Wahl bei begrenztem Budget und wenn Pflege keine Rolle spielen soll.

Aluminium lohnt bei großen Türblättern, bei dunklen Farben in voller Sonne und dort, wo Stabilität zählt. Sie finden es unter Haustür aus Aluminium.

Holz bleibt die Wahl, wenn Haptik und spätere Farbfreiheit zählen.

Welche Farben gibt es?

Weiß ist die Standardausführung und kostet keinen Aufpreis. Weitere Farben sind gegen Aufpreis erhältlich, ebenso Holzdekore.

Weiß ist bei Kunststoff nicht nur die günstigste Wahl, sondern auch die technisch unkomplizierteste: Ein weißes Profil heizt sich in der Sonne weniger auf und arbeitet dadurch weniger als ein dunkles.

Passen soll die Farbe zu den Fenstern, nicht zur Wand. Eine anthrazitfarbene Tür neben weißen Fenstern wirkt selten so, wie man es sich vorgestellt hat.

Wie sicher ist eine Kunststoff-Haustür?

Die Sicherheit einer Haustür entscheidet sich am Beschlag, nicht am Material. Ein Kunststoffprofil mit Stahlkern und Pilzkopfverriegelungen ist schwerer aufzuhebeln als eine Holztür mit einfachen Schließzapfen.

Drei Punkte zählen: die Verriegelung, der Zylinder und die Verglasung, falls die Tür Glas hat. Welche Sicherheitsausführungen zur Wahl stehen, sehen Sie im Konfigurator. Mehr zum Thema steht unter Einbruchschutz.

Wie messe ich für eine neue Haustür?

  1. Altes Türblatt schließen, Maueröffnung messen.
  2. Breite an drei Stellen prüfen: oben, Mitte, unten.
  3. Höhe an zwei Stellen prüfen: links und rechts.
  4. Jeweils das kleinste Maß notieren.
  5. Öffnungsrichtung von außen bestimmen: DIN links oder rechts.
  6. Entscheiden, ob eine Schwelle bleiben soll.

Gemessen wird die Öffnung im Mauerwerk, nicht der alte Rahmen. Mehr dazu unter Ausmessen und Öffnungsrichtungen.